Grumman F4F Wildcat von Parkzone

Was ist eine Wildcat?

Die Grumman F4F Wildcat ist ein im 2. Weltkrieg produzierter amerikanischer Jäger. Die Wildcat neben den Luftkampfaufgaben aber auch im Erdkampf und in der Schiffsbekämpfung eingesetzt. Die F4F war insbesondere bei der U.S. Navy im Einsatz auf Flugzeugträgern im Pazifik.

Das hier dargestellte Modelll stellt die F4F-3 dar, geflogen vom mit der Medal of Honor für die Verteidigung des Flugzeugträgers USS Lexingten ausgezeichneten Lt. Edward Henry "Butch" O'Hare (aus: Wikipedia-Artikel zu Edward O'Hare, gesehen am 05.05.2013).

Das Flugzeug zeichnet sich äußerlich besonders durch seinen dicken faßförmigen Rumpf aus und setzt sich mit seiner kompakten Formgebung von vielen bei Modellfliegern beliebten schlanken Jagdflugzeugen des zweiten Weltkriegs wie Messerschmitt Bf-109, Supermarine Spitfire oder North American P-51 Mustang ganz deutlich ab.

Der "Bausatz"

Das Modell wurde mir mit eingebauten Servos, eingbautem Motor nebst Regler und montierter Luftschraube, fertig lackiert und mit bereits angebrachten Aufklebern geliefert. Dieser "Bausatz", wenn man ihn denn überhaupt so nennen kann, ist wirklich komplett und extrem einfach zusammenzusetzen. Außer Flugakku und einem kleinen Schraubendreher ist ALLES dabei, vom Klebestreifen bis hin zur gelungenen Pilotenfigur des Herrn Lt. O'Hare. Die wenigen Aufgaben, welche vor dem Erstflug zu erledigen sind, sind die folgenden:

  • Linke und rechte Tragflächenhälften in den Rumpf schieben und mit je einer Schraube im Rumpfinnenraum sichern.
  • Höhenleitwerk in den Rumpf schieben und mit zwei Tesastreifen sichern.
  • Ruderzüge in die Ruderhörner einhängen.
  • Schwerpunkt mit eingesetztem Akku überprüfen.
  • Fernsteuerung einstellen.

Das ganze ist in wenigen Minuten erledigt, ich würde sogar sagen, daß man mit der noch verpackten Postsendung direkt zum Flugfeld fahren und dies vor Ort erledigen kann.

Das einzige, was dem Baukasten (außer dem Schraubendreher) nicht beiliegt, ist der Flugakku. Ich verwende einen 3-Zeller 2100mAh Fair P-Ion von Hadi-RC. Dieser Akku paßt perfekt in den Akkuschacht, der Schwerpunkt muss damit ebenfalls nicht weiter angepasst werden.

Das zusammengesetzte Modell...

...sieht einfach bombig aus. Aus wenigen Metern Entfernung kann man das Modell als Scalemodell bezeichnen. Der Rumpf aus einem dem Elapor ähnlichen Material ist nicht einfach glatt, sondern ordentlich strukturiert und detailiert. Gleiches gilt auch für die Kabinenhaube, die Tragflächen und Leitwerke. Die Lackierung ist sehr schön und originalgetreu, die Nachbildung der freundlichen Pilotenpuppe ist sehr gut gelungen, und Lt. O'Hare hat - wie ich - sichtlich Soaß mit seinem Flugzeug.



Grumman - Freue am Fliegen.

Die Cowling aus Plastik passt sehr gut. Vorn vorne sieht man eine Sternmotorattrape, welche man, wenn man denn möchte, noch mit ein wenig Farbe verschmutzen kann (ich habe das unterlassen, weil es einfach nicht notwendig ist). Die Luftschraube ist an den Blattspitzen gelb abgesetzt, was im Stand und im Flug toll aussieht. Die Fahrwerksimitation ist sehr gut gelungen, das Spornrad sitzt fest und ich habe keine Bedenken, dieses verlieren zu können.

Nicht nur optisch ist das Flugzeug ein echter Schuß. Die Praktikabilität wurde nicht vergessen! Unter dem Rumpf sind an den passenden Stellen Hartplastikteile angebracht, die das Flugzeug - zusammen mit dem stabilen Spornradimitat bei den Bauchlandungen sehr gut schützen. Und auch sonst ist dies ein für den Wiesenpiloten sehr geeigneter Flieger, denn der Rumpf ist breit und stabil, Die Tragflächen liegen, da es sich um einen Mitteldecker handelt, hoch genug, um sich nicht die Ruderhörner bei der Landung abzureißen oder gar mit den Flächenspitzen im Gras hängenzublieben. Die Kabinenhaube wird unter die Cowling geschoben und rastet an ihrer Hinterseite magnetisch ein. Der Magnet ist sehr gut für einen sicheren Halt dimensioniert. Im Rumpf selbst ist genug Platz, der Akkutausch ist ein Kinderspiel (er wird mit einem ebenfalls beiligenden Klettband gesichert).



Heck mit den Rumpf schützender Spornradimitation.

Mein Fazit bis hierhin: Für mich der perfekte Wiesen-Motorflieger.

Flieger wollen fliegen...

...und meine neue Wildcat kann es! Der Rumpf ist sehr breit und für kleinere Hände auf den ersten Eindruck nicht ganz so leicht zu fassen. In der Praxis hat das aber keine Bedeutung, denn bei einem Start mit etwa 3/4 Gas reicht ein kleiner Schubser, um die Wildcat ihrem Element zu übergeben. Etwas trimmen, und die kleine Dicke schnurrt sauber in den Himmel.

Die Steuereingaben werden mit vorgegebenen Ruderausschlägen prima umgesetzt, die Maschine hängt gut am Knüppel. Die Leistung ist vollkommen ausreichend, die Steigleistung ist sehr gut (ich möchte bemerken, dass senkrechtes Steigen und "an die Latte hängen" vollkommen unnötig ist und die Forderung, ein Flugzeug müsse dies können, eine Wahnvorstellung ist, die lediglich zeigt, dass der Forderer vom Fliegen keine Ahnung hat). Die Endgeschwindigkeit ist nicht hoch, es wird auch keinen große Zweck haben, mit geschwindigkeitserhöhenden Propellern zu experimentieren, da die große Frontfläche einen hohen Luftwiderstand hat - es wäre eine Verschwendung von Akkuleistung. Für mich ist die Motorisierung sehr gut gelöst.

Das Flugzeug läßt die klassischen Luftkampfmanöver nachzufliegen gut zu - Scalefliegen in kleinem Maßstab auf der Wiese ist das Metier dieses Modells. Das Flugbild empfinde ich als phänomenal gut! Das alles zusammen gibt für mich einen Flieger mit einem gewissen Suchtfaktor!

Ein Traum von Flugzeug...

...ist die Wildcat. Sie ist ein gut durchdachtes Modell. Wer Scale fliegen möchten, einen Flieger ohne Rüstzeiten in abflugbereitem Zustand immer dabei haben möchte, wer einfach mal unkompliziert auf Bauers Wiese gehen möchte, und wer das außergewöhnlich gute Flugbild schätzt, der sollte an der Wildcat nicht vorbeigehen!

Der einzige Modifikationsvorschlag

Von der gut und festsitzenden Kabinenhaube habe ich oben bereits berichtet. Sicherlich ist ein Schaummodell nicht für 30 Jahre Flugzeit gedacht, dennoch will es pfleglich behandelt werden. Das Abnehmen der Kabinenhaube kann Eindrücke in der Haube hinterlassen, wodurch auch der Lack reißen kann. Um das zu verhindern habe ich am hinteren Ende ein schwarz und gelb lackiertes Hölzchen eingeklebt, um die Haube beim Abnehmen nicht zu beschädigen.



Modifikation: Griff zum Abnehmen der Kabinenhaube.




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